Pressebericht

Perutag 2009 der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul

Über ein „volles Haus“ konnten sich die Verantwortlichen des Peru-Arbeitskreises der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul am vergangenen Sonntag gleich zweimal freuen. Bis auf den letzten Platz war beim Gottesdienst die Stadtkirche und anschließend beim Mittagessen das Haus Alban Stolz besetzt. Peruanische Köstlichkeiten lockten die Besucher ins Gemeindehaus. Über 40 verschiedene Gerichte, von Gemeindemitgliedern nach Rezepten aus der Partnergemeinde zubereitet, waren als Buffet aufgebaut. Der Verkaufsstand für fair gehandelte Waren verzeichnete einen guten Umsatz.

Zur musikalischen Unterhaltung trugen die Kinder des Kindergartens St. Elisabeth sowie eine peruanische Tanzgruppe bei. Die Fa. Leutner überreichte eine Spende in Höhe von 300,-- Euro für die Arbeit des Perukreises. Nach dem Mittagessen berichteten Susi Jacobs und Uschi Hansen in Wort und Bild von ihrer Reise nach Peru und in die Partnergemeinde. Zahlreiche Begegnungen mit den verschiedenen Gruppen der Pfarrgemeinde prägten den Aufenthalt. Ein von Bühl aus finanziertes Ausbildungsprojekt für 16 Jugendliche macht große Fortschritte. Besonders herzlich war die Begegnung mit den zahlreichen Kindern, die durch Schulpatenschaften unterstützt werden. Begeistert zeigte sich die Reisedelegation vom neuen jungen Pfarrer der Partnergemeinde Nuestra Seniora de la Esperanza, den sie zu einem Gegenbesuch nach Bühl einluden.
Nach wie vor wohnen viele Menschen der peruanischen Gemeinde am Rande von Lima in menschenunwürdigen Unterkünften. „Hütten bauen“ war deshalb auch der Grundgedanke eines Predigtgesprächs zwischen Pfarrer Wolf-Dieter Geißler und Pastoralreferent Nikolaus Wisser in den Gottesdiensten des Perutages. Der Vorschlag von Petrus im Evangelium „Lasst uns Hütten bauen“ wäre für viele Menschen eine willkommene Hilfe meinte Pfarrer Geißler. Dass es in diese Richtung bereits Überlegungen im Bühler Perukreis gibt, bestätigte Pastoralreferent Wisser. Er machte den Vorschlag, mit dem Erlös aus dem Perutag, Baumaterial für stabile Hütten oder Häuser zu kaufen. Ebenso wie ein Dach über dem Kopf, bräuchten die Menschen auch ein „Dach über ihrer Seele“ betonte Pfarrer Geißler. Der gemeinsame christliche Glaube verbinde nicht nur die Menschen in Bühl und Lima sondern sei gleichsam dieses „Dach“ für die Seele. Mit einigen auf Spanisch gesungenen Liedern bereicherte die Pfarreiband „kreuzundkwer“ den Familiengottesdienst. Der Reisebericht über den Besuch in der Partnergemeinde soll am 25. März im Haus Alban Stolz wiederholt werden.