Peru-Sonntag 2019

Peru-Sonntag 2019: stimmungsvoll und gut besucht

Bei frühlingshaftem Sonnenschein begann der Sonntags-Gottesdienst, in dem alljährlich der Partnerschaft mit der Gemeinde „Nuestra Sen͂ora de la Esperanza“ in der Nähe von Lima gedacht wird. Bereits in seinen einleitenden Worten erinnerte Pfarrer Wolf-Dieter Geißler an die anregenden Impulse, die jeder Kontakt mit den dortigen Gemeindemitgliedern setzt. Insbesondere das Motto der Pfarrgemeinde Bühl von 2017 „Die Sache Jesu braucht Begeisterte“ sieht er bei den Gläubigen in Lima sinnfällig im Alltagsleben umgesetzt.

Die Pfarreiband „kreuzundkwer“ umrahmte die Eucharistiefeier schwungvoll und stimmig mit eingängigen deutschen Liedern aus „Kreuzungen“ sowie spanischen Stücken. In einem Wechselgespräch als Predigt zwischen Pfarrer Wolf-Dieter Geißler und Pastoralreferent Nikolaus Wisser fragte der Letztere seinen Gesprächspartner, welche Bedeutung den bereits dreimal in diesem Jahr stattgefundenen feierlichen Gottesdiensten zukomme. Dabei zeigte sich Wolf-Dieter Geißler zutiefst beeindruckt von der tiefen und so selbstverständlich praktizierten Frömmigkeit der vier peruanischen Besucher, ihrer Lebensfreude und überwältigenden Dankbarkeit für alles Erlebte und auch der positiven Zukunftsausrichtung ihrer Aktivitäten in ihrem heimatlichen Alltag. Auch während seines eigenen Aufenthalts in Lima konnte er sich davon überzeugen, wie lebendig und von Zuversicht geprägt das lokale Gemeindeleben innerhalb dieses großflächigen Gebiets mit insgesamt Zehntausenden von Gläubigen ist, das dort ein einzelner Priester zu betreuen hat. Das bestärke ihn auch in dem diesjährigen Wahlspruch „Die Freude an Gott ist unsere Kraft“ und die Partnergemeinde ist ein Vorbild für das Gemeinschaftsleben einer großen Seelsorgeeinheit aktuellen oder zukünftigen Zuschnitts.

Für das anschließend im Haus Alban Stolz aufgebaute kalt-warme Mittagsbuffet, auch mit Suppen und Nachspeisen sowie Kuchen, hatten viele Mitglieder der Pfarrgemeinde nach lateinamerikanischen Rezepten gekocht, gebraten, gebacken und angerichtet. Einige Spender dieser kulinarischen Köstlichkeiten hatten auch Wert darauf gelegt, dass die peruanischen Farben Rot-Weiß-Grün in ihren Kreationen sichtbar wurden. Doch gleichgültig, in welchen Farben sich die Gerichte präsentierten, die zahlreichen Gäste waren oft nicht nur einfach zufrieden, sondern äußerten sich auch erstaunt über den vielleicht ungewohnten, doch hervorragenden Geschmack dieser so unterschiedlichen Speisen. Die ebenfalls aus Spenden von Blumen Müller und Conny Zink farbenfroh mit Primeln und von Ingrun Otto mit kleinen Fähnchen in den Landesfarben dekorierten Tische trugen ebenfalls zur lebhaften Stimmung und den angeregten Gesprächen auf allen Plätzen bei.

Die Perukreis-Vorsitzende Christiane Maurer begrüßte die Gäste und freute sich besonders über die zahlreich erschienenen Schulpaten und die Mitglieder aus benachbarten Perukreisen. Sie dankte allen Aktiven aus den diversen Gruppierungen innerhalb der Pfarrgemeinde für ihre Unterstützung, der Katholischen Frauengemeinschaft kfd für den Kaffeeausschank, der Parrjugend für die Getränkeversorgung und der Kolpingsfamilie für die Kinder-Spielecke und die Verstärkung im Gastro-Team.

In ihrem Rechenschaftsbericht zitierte Christiane Maurer den herzlichen Dank der vier Besucher aus Lima im Januar dieses Jahres für ihre umfassende Betreuung durch die Aktiven des Perukreises und der Pfarrgemeinde. Außerdem berichtete sie über erste Kontakte mit dem neuen Pfarrer der Gemeinde „Nuestra Sen͂ora de la Esperanza“, Padre Tito, der sein Amt Anfang März angetreten hat und dessen Grüße sie ausrichtete.

Ergänzend dazu hatte Ingrun Otto im Vorraum auf Stellwänden Fotos des neuen Seelsorgers zusammen mit Aufnahmen der Bühl-Besucher sachkundig zusammengestellt. Auf den verbleibenden Flächen konnten sich die Besucher über die Historie, Einzelprojekte und wichtige Ereignisse aus der nun schon 31 Jahre dauernden Partnerschaft informieren. Einen Wandbereich im Saal reservierte Ingrun Otto für die Dankesschreiben der Gemeindemitglieder aus Lima.

Christiane Maurer umriss die aktuellen Projekte, allesamt Fortsetzungen bewährter Maßnahmen, die sich als nachhaltig erwiesen haben. Dazu gehören 35 Schulpatenschaften sowie die Unterstützung für Studium/Ausbildung von 11 Jugendlichen als wichtige Investition in die Zukunft der jungen Gläubigen und ihrer Familien. Auch unterstützt der Sozialfonds weiterhin bedürftige Familien und für eine siebenköpfige Familie wurde eine neue Hütte errichtet.

In seiner anschließenden Ansprache bedankte sich auch Pfarrer Wolf-Dieter Geißler bei allen Aktiven und besonders für die intensive Betreuung der Besucher aus Lima im Januar. Er unterstrich, dass eine Begegnung mit diesen so tiefgläubigen Menschen zu einer veränderten Einstellung dem Leben gegenüber führt und erleichternd auf die manchmal so mühsame Tagesarbeit einwirkt. Außerdem setzt die Freundschaft zwischen den Partnergemeinden immer wieder belebende Akzente.

Mit dem inbrünstig gesungenen Lied „Gottes Liebe ist so wunderbar“ und einem getanzten Walzer setzten Kinder und Erzieherinnen des Kindergartens St. Elisabeth den Schlussakkord des Veranstaltungsprogramms. Gemessen an der Zahl  der Besucher und ihren Kommentaren scheint der Peru-Sonntag für etliche ein beliebtes und fest eingeplantes Ereignis im ersten Quartal jedes Jahres zu sein.

 

 


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25. März 2019
Anita Hermann